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29. Juni - 3. Juli 2008
3. Woche - Turkmenistan, Usbekistan

Sandspiele in der Karakum-Wüste

gemütlicher Ausklang des Tages

Medresse in Buchara

Moschee Kalon in Buchara

Weltkulturerbe Buchara

Seidenweberei in Buchara

Weltkulturerbe Samarkand

Seidenstraßen-Denkmal
Am Sonntag den 29. Juni verlassen wir die turkmenische Karawanenstadt Mary.
Weiter geht es durch die Sandwüste Karakum zur usbekischen Grenze. Bei einem Ausflug abseits der Straße testen wir unsere Bergeausrüstung im tiefen Wüstensand – ein wahrhaft spannendes Erlebnis.
Nach etwa 10 Stunden erreichen wir den Grenzübergang nach Usbekistan. Die Abfertigung geht wider Erwarten sehr rasch über die Bühne – „nur“ 2,5 Stunden. Von hier sind es noch hundert Kilometer bis Buchara.
Am Stadteingang erwartet uns schon unser Guide Mr. Otabek, den Harry bereits im Jänner in Wien kennenlernte. Er lotst uns zum Hotel und ist sehr bemüht unseren Aufenthalt in Buchara so angenehm wie möglich zu gestalten, was ihm auch bestens gelingt.
Usbekistan ist eine gelungene Mischung aus einem sehr liberalen Islam und der traditionellen russischen Lebensweise und Gastfreundschaft vergangener Tage.
Am Abend sitzen wir mit Deutschen und Spaniern im Hotel und schauen das EM-Finale im Fernsehen an – ratet einmal zu wem wir gehalten haben …?
Nächsten Tag brechen wir zur Besichtigungsexpedition per pedes in die Altstadt von Buchara auf.
Dank unseres ortskundigen Guides erleben wir abseits der Touristenpfade den Zauber dieser Stadt wie aus einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht.
Buchara war einst eine der reichsten Oasenstädte und wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße. Buchara war auch Zentrum des Islam in Zentralasien. Noch heute schimmern die Kuppeln blau und glänzen die Fassaden der Medressen und Moscheen.
Wir besuchen einen berühmten Schmied, der angeblich die besten Messer entlang der Seidenstraße fertigt, besuchen eine Seidenweberei und einen Miniaturenmaler – Buchara ist Zentrum der traditionsreichen usbekischen Miniaturenmalerei. Natürlich erliegen wir der Versuchung und kaufen jede Menge Souvenirs.
Am späten Nachmittag sind wir vom vielen Herumlaufen ziemlich fertig und haben beinahe alle „M"s gesehen: Minarette, Moscheen, Medressen, Majoliken, Muezzins, Muftis, Mullahs, Märkte (ist eigentlich falsch – schreibt sich mit „B“ und heißt Basar) usw…
Am Dienstag den 1. Juli besichtigen wir vormittags die Nekropole von Buchara und ein Derwischkloster – alles Zeugnisse aus einer anderen Welt und hochinteressant.
Nachmittag folgt dann die Weiterfahrt nach Samarkand (ca. 340 km). Auch hier erwartet uns der vorab telefonisch bestellte Guide „Dimitri“ an der Stadteinfahrt und begleitet uns zum Hotel.
Samarkand wurde bereits Ende des 14. Jhdt. v. Chr. von den Persern gründet. Sie zählt zu den ältesten Städten der Welt und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Mittwoch beginnen wir mit der Besichtigung der Stadt mit all den vielen Sehenswürdigkeiten – allen voran der Registanplatz, der wie aus einem Märchen auf uns wirkt. Wenn man sich vorstellt was hier vor 500 Jahren los war, da kann man schon ins Träumen kommen! Der prächtige Platz ist umrahmt von drei Medressen, islamische Lehranstalten aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Samarkand ist für uns nach Buchara zweifellos nochmals eine Steigerung.
Direkt am Registanplatz befindet sich auch das Seidenstraßendenkmal an dem wir natürlich ein obligatorisches Gruppenfoto schießen.
Am Abend lassen wir einen wunderschönen Tag in einem tollen einheimischen Lokal mit sehr gutem Essen und usbekischer Folklore gemütlich ausklingen und einige Flaschen Wodka sorgen dann am nächsten Tag bei einigen von uns für Kopfschmerzen – aber das war es allemal wert!
Wir melden uns in ca. einer Woche wieder und werden über Taschkent und den weiteren Verlauf der Reise durch Kirgistan berichten.
